Homeoffice und Remote-Arbeit erweitern den möglichen Arbeitsort. Outsourcing verteilt Aufgaben über Unternehmens- und Ländergrenzen. KI verändert zusätzlich, welche Aufgaben Menschen selbst übernehmen.

Eine Anwendung ist erst der Anfang
Auch ohne tiefgehende Programmierkenntnisse lassen sich Anwendungen erstellen und bestehende Funktionen leichter nachbilden. Mehr Menschen können eigene Ideen umsetzen.
Wer beurteilt aber, ob das Ergebnis fachlich stimmt, Daten schützt und sich langfristig zuverlässig betreiben lässt?
Für produktive Systeme braucht das verantwortliche Team vertiefte Kompetenz in Softwareentwicklung, Betrieb und Sicherheit. Der Zugang zum Werkzeug allein reicht nicht aus.
Zugang zum Werkzeug und Verständnis gehören zusammen
Man muss kein eigenes Modell entwickeln können, um KI sinnvoll einzusetzen. Wer ihre Funktionsweise, Grenzen und typischen Fehler versteht, kann Aufgaben gezielter stellen, Ergebnisse besser prüfen und ihr Potenzial besser nutzen.
Dieses Wissen ist ungleich verteilt. Ebenso die Lernzeit und der Zugang zu leistungsfähigen Werkzeugen. Dadurch können sich bestehende Unterschiede verstärken.
Wem kommen die Produktivitätsgewinne zugute?
Sara Webers SPIEGEL-Kolumne über Jeff Bezos’ Aussicht auf eine Dreitagewoche wirft eine weitere Frage auf: Wem kommen mögliche Produktivitätsgewinne zugute?
Nutzen wir sie für bessere Software, Weiterbildung und mehr zeitlichen Spielraum? Für zusätzliche Vorhaben? Oder vor allem, um dieselbe Arbeit mit weniger Menschen zu erledigen?
Lernmöglichkeiten schaffen
Ich sehe in KI große Chancen. Diese zu nutzen bedeutet für mich auch, Wissen breiter zugänglich zu machen. Beschäftigte brauchen Gelegenheit, Erfahrungen und Urteilsvermögen aufzubauen. Berufseinsteiger brauchen Lernwege, wenn bisherige Einstiegsaufgaben automatisiert werden.
Wie sorgen wir dafür, dass mit dem Zugang zu KI auch die Fähigkeit wächst, sie selbstbestimmt und verantwortlich einzusetzen?
